Das Projektbarometer ist für uns IT-Freelancer eine wichtige Einrichtung. Es gibt vierteljährlich einen Eindruck und einen guten Überblick über Entwicklungen auf dem Projektmarkt in Deutschland. Die SOLCOM GmbH ruft regelmäßig zur Teilnahme an der Umfrage auf, die zur Ermittlung der Daten notwendig ist.
SOLCOM selbst reichert die Daten mit eigenen Zahlen an. Beispielsweise werden die Zeiten analysiert, wie lange es braucht, bis eine Projektstelle besetzt wird. Ich vermute, auch die Höhe der Honorare wird mit Werten ergänzt, die SOLCOM aus dem eigenen Bereich ermittelt.
Der Tag des Freelancers ist eine gute Einrichtung. Auch wenn dieser Tag erst seit drei Jahren begangen wird, ist es doch ein wichtiger Tag für IT-Freelancer. Je mehr sich daran beteiligen, desto mehr Bewusstsein können wir Selbständigen in der Informationstechnologie darauf hinweisen, wie wichtig unser Beitrag für die Gesellschaft ist.
Es wird von vielen Seiten auf den bedeutenden Beitrag hingewiesen, welchen IT-Freelancer leisten, damit Deutschland bei der Digitalisierung nicht abgehängt wird. Die Politik redet, wie in so vielen anderen Fällen auch, davon, dass dieser Beitrag gesehen und anerkannt wird. Konkrete Taten fehlen jedoch meistens.
https://www.dbits.it/wp-content/uploads/2020/05/laptop-2838921_1920.jpg11411920Heinrich Tenzhttps://www.dbits.it/wp-content/uploads/2024/06/DBITS-2024-344x128-1.pngHeinrich Tenz2020-05-14 18:22:522021-11-16 15:14:2214. Mai – Tag des Freelancers
Es gibt einige interessante Entwicklungen, auf die ich mit dem heutigen Newsticker hinweisen möchte. Eine Meldung, die ich anfangs übersehen hatte, halte ich für wichtig. Sie zeigt, wie sich die Coronakrise eventuell auch auf uns IT-Freelancer auswirken könnte. Ich denke, sie ist vor allem deshalb zu beachten, weil diese Entwicklung vom Kern der deutschen Industrie ausgeht: der Autoindustrie.
Das alles beherrschende Thema ist seit Wochen das gleiche: Coronakrise. Doch das ist nicht der Grund für diesen Newsticker, der in Zukunft in unregelmäßigen Abständen erscheinen wird. Corona ist ein Thema, das sich aufdrängt, das Fragen aufwirft und zu Antworten drängt. Hier finden Sie zwar nicht unbedingt Antworten, dafür Hinweise und Anregungen.
Im neuen Vorstand haben wir uns entschlossen, transparent zuarbeiten. Ein weiterer Grund für diesen Newsticker. Transparenz innerhalb des Verbands, aber auch nach außen. Insofern wird es hier auch regelmäßig Neuigkeiten aus dem Verband geben. Und damit fange ich gleich an.
DBITS-News
Der neue Vorstand hat in den letzten Wochen verstärkt an technischen Voraussetzungen gearbeitet, auf deren Basis der Verband leichter verwaltet werden kann. Ein wichtiges Ziel war dabei, die Abläufe zu vereinfachen und eine Basis zu schaffen, mit der ein transparentes Arbeiten möglich wird. Wir haben uns dazu entschieden, agil zu arbeiten, zumindest es zu versuchen.
Beispielsweise haben wir mit Jira und Confluence Werkzeuge eingerichtet, mit denen die Verwaltungsarbeit des Vorstands vereinfacht wird. Gleichzeitig sollte es möglich werden, alle Schritte, die der Verband einleitet, auf einfache Weise nachzuvollziehen. Dazu werden in Kürze unser Intranet starten, in dem alle wichtigen Dokumente vorgehalten werden. Dieses Intranet soll auch die Vernetzung der Mitglieder untereinander ermöglichen.
Die Mitglieder werden sich also in Zukunft sehr einfach darüber informieren können, was der Verband anbietet und woran der Vorstand arbeitet. Die Protokolle der Vorstandssitzungen werden im DBITS-Intranet bereitgestellt.
Und noch ein Wort zum im Januar 2020 gewählten Vorstand. Obwohl wenig Erfahrung in der Leitung eines Verbands, haben wir uns zur Wahl gestellt, weil wir wollten, dass dieser Verband weitergeführt wird. Wir lernen jetzt, indem wir etwas tun, dabei Fehler machen und daraus hoffentlich lernen werden.
Coronakrise
Das Portal freelance.de hat auf ihrer Website einen Artikel, der regelmäßig mit neuen Informationen aktualisiert wird: Coronavirus: Was Freiberufler jetzt beachten sollten. Dort finden sich einige Information, die für IT-Freelancer hilfreich sind.
Ein wirklich hilfreicher Artikel mit guten Hinweisen. Die sind wirklich wichtig. Denn es wird zwangsläufig in eine Rezession gehen. Trotz staatlicher Hilfen werden viele Unternehmen schließen. Das wird nicht nur Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben. Auch Projekte werden wegfallen.
Das Portal unternehmer.de orientiert sich bei ihrem Artikel an den Wirtschaftsprognosen des IWF. Auch hier wird deutlich, dass auch IT-Freelancer davon betroffen sein werden. Wenn die Gewinne der Unternehmen schrumpfen, wird vermutlich das eine oder andere Projekt dem Rotstrich zum Opfer fallen: Corona: Eine wirtschaftliche Katastrophe?
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Ein weiterer Hinweis kommt vom VGSD. Der VGSD hat Hinweise dazu veröffentlicht, wie man im Bedarfsfall Entschädigung wegen eingeschränkter beziehungsweise untersagter Berufsausübung fordern kann:
Die SOLCOM hatte Anfang des Jahres ihre regelmäßige Umfrage für ihre Marktstudie gestartet. Die Ergebnisse sind gerade veröffentlicht worden. Sie sollten nun jedoch unter Einbeziehung der Ereignisse rund um die Pandemie gesehen werden. Die Antworten würden heute sicher anders ausfallen.
Viele der IT-Freelancer sind auf Vermittler angewiesen. Bei ganz großen Unternehmen sind ohne solche Freiberufler-Vermittler keine Projekteinätze mehr zu realisieren. Daher ist es wichtig zu wissen, wer die Platzhirsche auf dem Recruiting-Markt sind. Bereits Mitte letzten Jahres hat Lünendonk, wie jedes Jahr, ihre Liste der 10 führenden Anbieter für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland veröffentlicht:
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Ein Artikel für Menschen, die sich überlegen in die Selbständigkeit zu wechseln. Gleich am Anfang schlägt die Bürokratie zu. Dazu sollte man nicht vergessen, die Steuern einzuplanen. Ein wichtiger Punkt. Denn das Finanzamt schlägt meistens erst nach einem Jahr zu. Dann stehen die fälligen Beträge hoffentlich „auf der hohen Kante“ bereit.
„Preiskalkulation und Stundensatzberechnung für Freelancer“ ist ein Artikel, der schon länger auf projektwerk.de bereitsteht. Ich denke, er ist wieder mal einen Hinweis wert. Gerade jetzt, wo mancher überlegen mag, ob er seine Chancen auf dem Markt durch niedrigere Forderungen verbessern könnte.
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Wer von uns IT-Freelancern wünscht sich nicht ein Ende der einschneidenden Maßnahmen herbei, die uns seit ein paar Wochen das Leben erschweren? Je länger die Kontaktsperre aufrechterhalten wird, desto einschneidender werden auch für uns IT-Freelancer die Auswirkungen sein. Die Regeln zum Abstand halten, das Verbot von Veranstaltungen sowie die Schließungen vieler Geschäfte treffen alle. Und je länger diese Situation anhält, desto schwerer wiegen die Folgen. Auch für diejenigen von uns IT-Freiberuflern, die gut vorgesorgt haben.
Viele sprechen davon, dass nach der Krise alles anders sein wird, als es bisher war. Doch keiner kann wissen, was kommt. Der Spekulation sind Tür und Tor geöffnet. Klar ist aber: Wir müssen versuchen, uns auch auf diese kommende unwägbare Situation vorzubereiten. Das bedeutet gleichzeitig, alle Angebote der Regierung, die wir nutzen können und teilweise müssen, auch zu beanspruchen.
Die Diskussionen gehen momentan in die unterschiedlichsten Richtungen. Tatsache ist: Der Virus hat gezeigt, mit welcher Wucht seine zu schnelle Ausbreitung die Gesundheitssysteme der Länder überfordern kann. Deutschland ist bisher glücklicherweise noch in der Lage, betroffene Menschen zu behandeln. Ich hoffe, es wird so bleiben.
Umfrage zur Situation von Selbständigen
Für alle, die einschätzen wollen, inwiefern und wie stark auch IT-Freelancer von den Auswirkungen der Maßnahmen betroffen sind, empfehle ich, an der Umfrage teilzunehmen, welche die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände (BAGSV) durchführt, dessen assoziierter Partner der DBITS ist. Die Umfrage wird vom VGSD geleitet: https://www.surveymonkey.de/r/L8FH287 und geht noch bis Montag, den 27. April.
Das bedeutet: in der Folge wird sich auch die Situation der IT-Freiberufler verschlechtern. Die für wirtschaftliche “Durststrecken” und den Altersruhestand angesparten Reserven werden vermutlich stark strapaziert, wenn nicht gar aufgebraucht. Wer als Selbständiger in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, bekommt übrigens kein Kurzarbeitergeld. Außerdem sind die Hilfsgelder in der Regel für die laufenden Betriebskosten gedacht. Zum Bestreiten des Lebensunterhalts wird wohl in manchen Fällen Hartz IV beantragt werden müssen.
Hilfeleistungen der Regierung
Nun zu den Hilfen, welche die Bundesregierung und die Landesregierungen betroffenen Selbständigen anbieten. Die Beantragung der Soforthilfen ist in jedem Bundesland anders geregelt. Deshalb hier der Hinweis auf die Seite des VGSD, der dankenswerterweise eine Aufstellung veröffentlicht hat. Dort stehen Links zu Seiten, welche die Verfahren der einzelnen Bundesländer erklären: https://www.vgsd.de/erfahrungsaustausch-corona-hilfen-des-bundes-und-der-laender-fuer-selbststaendige/.
Naturgemäß wird sich in der Praxis zeigen müssen, wie gut diese Hilfen wirken. Die Meinungen gehen hier jetzt schon stark auseinander. Doch diesen Punkt werde ich in einem weiteren Artikel genauer beleuchten. Hier würde es den Rahmen sprengen. Aber eines ist klar:
Am Punkt der Begrenzung der Hilfen auf Betriebskosten zeigt sich beispielsweise, wie wenig Verständnis die Regierung für die Belange von kleinen Firmen oder Solo-Selbständigen hat. Auf der einen Seite wird ihnen vorgeworfen, sie würden nicht für ihr Alter vorsorgen. Auf der anderen Seite müssen sie in Situationen, in die sie unverschuldet gekommen sind, gleich an ihre meist hoch versteuerten Reserven gehen, um ihre Lebenshaltungskosten zu bezahlen.
In dieser Situation wäre es wichtig, eine Lobby zu haben. Doch die Lobby für Selbständige in der IT ist bislang klein. Klagen hilft in der momentanen Situation allerdings wenig. Die Frage ist, wie kann es weitergehen? Es gibt ja bereits Überlegungen, den Lockdown zu beenden. Doch was kommt dann? Wird es wirklich so, wie viele es vermuten? Wird alles anders?
Ausblick
Einen sehr aufschlussreichen Artikel hat Rechtsanwalt Thomas Stadler aus München veröffentlicht. Dort sind einige der Punkte beschrieben, die nach der Krise diskutiert werden müssen. Gleichzeitig weist er auf weitere Publikationen hin, die Aspekte besprechen, die mit Sicherheit in die Diskussionen einfließen werden. Hier geht’s zum Artikel: https://www.internet-law.de/2020/04/leben-mit-dem-virus.html. Auch die dort verlinkten Artikel vermitteln einen Vorgeschmack auf das, was möglicherweise kommen wird.
Diese kleine Auswahl soll reichen, um sich ein Bild von der Situation im Umfeld der IT-Freelancer zu machen. In den Medien gibt es viele weitere Informationen. Aber immer darauf achten, möglichst viele Aspekte aufzunehmen und sich nicht seine eigene Filterblase bauen. Ein breites Spektrum an Informationen hilft enorm dabei, sich auf alle Gegebenheiten einzustellen, die da kommen mögen.
https://www.dbits.it/wp-content/uploads/2020/06/corona-4983590_640.jpg427640Heinrich Tenzhttps://www.dbits.it/wp-content/uploads/2024/06/DBITS-2024-344x128-1.pngHeinrich Tenz2020-04-23 07:39:512021-11-16 15:16:13IT-Freelancer in Zeiten der Corona-Krise
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